[#AutorundBuch] Buchvorstellung "Ich träumte von deiner Liebe"


Hallo Sterne,

das erste Buch wurde euch bereits vorstellt, da gehts bei mir mit dem nächsten weiter. Seid ihr bereits gespannt? Den Buchtitel konntet ihr ja bereits lesen.




Dann legen wir mal los. Hier seht ihr das Cover sowie einige Daten zum Buch:


Titel: Ich träumte von deiner Liebe
Autor: Bettina Kiraly
Verlag: Dp Digital Publishers Gmbh
Seiten: 368
ISBN: 978-3960875000
ASIN: B01MUA44J8
erschienen am: 30 Januar 2017
Preis: 5,99€ E-Book / 9,99€ Taschenbuch





Klappentext:

Was wäre, wenn du die Liebe deines Lebens nur geträumt hast?
Daniel ist Rebeccas große Liebe. Bei ihrem ersten Zusammentreffen funkt es zwischen den beiden sofort. Es folgt die glücklichste Zeit in Rebeccas Leben. Als sie vier Jahre später nach einem Treppensturz im Krankenhaus erwacht, steht ihre Welt Kopf. Hat die gemeinsame Zeit mit Daniel gar nicht existiert? Ist Daniel tatsächlich bei einem Autounfall gestorben? Ist Rebecca seit diesem Unfall im Koma gelegen? Aber warum weiß sie Dinge, die während ihres Komas passiert sind? Nur mit Daniels bestem Freund darf sie in der Erinnerung an ihre große Liebe schwelgen. Doch wie soll man auf Dauer zwischen zwei Welten leben?

Hier gibt es für euch noch ein paar Textschnipsel sowie kleine Leseproben aus dem Buch.



„Schön. Sollen wir nach unten gehen und die weiteren Details klären?“, fragte ich.

Er schüttelte den Kopf.

„Dann wollen Sie doch nicht verkaufen?“

„Wenn ich Nein sage, kommen Sie mich hin und wieder besuchen, um mich dazu zu überreden?“

„Vermutlich. Ich ließe mir nur ungern die Provision entgehen.“

Wenn dieser Mann lächelte, machte mein Herz einen Luftsprung. „In dem Fall muss ich Sie leider enttäuschen. Heute werde ich keinen Vertrag unterzeichnen.“

Ich hatte es geahnt, als ich den stolzen Blick gesehen hatte, mit dem er durch sein Haus gewandert war. „Bin ich jetzt ganz umsonst den weiten Weg gefahren?“

„Nein, Sie haben mir etwas klargemacht.“

„Und das wäre?“

„Dass ich die Hoffnung noch nicht ganz aufgegeben habe.“

Seine Augen zogen mich immer wieder in ihren Bann. Es war einer dieser Augenblicke, in denen man einem anderen Menschen so tief in die Seele sah, bis man sein Äußeres nicht mehr wahrnahm. Wenn man sich mit Daniel unterhielt, dann schenkte sein ernster, offener Blick jedem Wort mehr Bedeutung, als es eigentlich besaß. Er war bestimmt ein guter Zuhörer. „Melden Sie sich einfach bei mir, wenn Sie sich ganz im Klaren über Ihre Wünsche sind.“

Er lachte trocken. „Das mache ich. Gehen Sie mit mir essen?“

Ich runzelte die Stirn. „Ich … Ja, gerne. Rufen Sie mich an, wenn es Ihnen passt.“

„Wie wäre es jetzt gleich?“

„Oh, eigentlich sollte ich ins Büro zurück.“

„Es ist schon nach vier. Die Arbeit kann sicher bis morgen warten.“

„Aber es ist zu früh zum Abendessen.“

„Dann gehen wir zuerst spazieren. Ich zeige Ihnen Sissendorf. Wenn Sie irgendwann mein Haus verkaufen dürfen, sollten Sie auch die Umgebung kennen.“

Ich blinzelte. Sein Blick hielt meinen gefangen. Ich meinte eine Vibration in der Luft zu spüren, die den Abstand zwischen uns wegschmolz. „Heute ist Valentinstag.“

„Ist das jetzt ein Grund für oder gegen ein Date?“

„Keine Ahnung.“

„Soll ich eine Ihrer fadenscheinigen Ausreden gelten lassen, oder sagen Sie endlich ja?“



Ich horchte auf mein Herz und traf eine Entscheidung. „In Ordnung. Aber ich muss vorher telefonieren.“



„Wie fühlst du dich heute?“

Ich bemühte mich um ein Lächeln. „Besser.“

Annie holte aus dem Waschtischunterschrank eine Vase für den riesigen Strauß roter und gelber Astern in ihren Händen. „Hast du gut geschlafen?“

Nein. Ich hatte geweint, bis mir die Nachtschwester ein Beruhigungsmittel gegeben hatte.

Wie sehr ich Daniel vermisste. Seine Stimme, sein Lachen, seinen Geruch, das Gefühl seiner Hand in meiner, seiner Lippen auf meinen, seines Armes um meine Hüften. Ich wollte zurück in die Welt, in der ich mit ihm glücklich gewesen war. Doch nicht einmal in meinen Träumen hatte ich ihn gefunden.

Wie gerne ich mit jemandem darüber gesprochen hätte! Doch die Erinnerung an Daniel existierte nur für mich. Würde meine Schwester mich irgendwann verstehen? Tränen traten mir in die Augen.

„Ich hab mich schwer getan, zur Ruhe zu kommen. Ich bin anscheinend zu lange faul herumgelegen“, meinte ich schließlich.

„Es muss seltsam für dich sein. So viele Dinge, die du nicht weißt … Menschen, die gestorben sind. Der Arzt meinte, ich solle dich mit all den Informationen nicht überfordern. Aber vielleicht wunderst du dich inzwischen, weshalb nur ich dich besuche.“

„Mama ist doch mit ihrem Freund nach Kanada gezogen. Und unser Vater ist tot.“

Annie starrte mich an. Die Vase in ihren Händen zitterte bedenklich. „Woher weißt du das?“, hauchte sie.

„Weil ich Mama auf dem Flughafen zum Abschied nachgewunken habe. Und weil ich an Papas Grab gestanden bin und ihn in Gedanken wegen seiner Feigheit verdammt habe.“

Die Vase landete mit einem lauten Knall auf meinem Nachttisch. Gott sei Dank ging das Glasgefäß nicht zu Bruch.

„Wann ist Dad gestorben, wann Mama abgereist?“

„Stellst du mich auf die Probe?“, fragte ich verblüfft.

Annie zuckte mit den Schultern.

„Mama ist vor eineinhalb Jahren zu Sam geflogen. Ich hoffe, sie bekommt nicht bald wieder kalte Füße. Papa ist vor zwei Jahren beim Streit mit einer seiner Freundinnen in ein Messer gelaufen. Ehrlich gesagt weiß ich den Namen seiner damaligen Sparringpartnerin nicht. Aber ich will sie ohnehin nicht im Gefängnis besuchen.“

„Das ist ein Trick.“ Annie lief vor meinem Bett auf und ab. „Du hast gegoogelt.“

„Sowas hab ich nicht notwendig.“

„Der Arzt hat mich gewarnt, du würdest versuchen, mich auf deine Seite zu ziehen. Er meinte, du könntest Informationen aufgeschnappt haben, die du nun gegen mich verwendest.“

Bittend streckte ich die Hand nach meiner Schwester aus. „Das hier ist kein Wettstreit von Geschwistern, wer Recht hat. Ich habe mich verliebt. Ich habe ein Leben mit Daniel geführt. Ich habe Dinge erlebt. Das alles war real.“

„Diese Situation muss verwirrend für dich sein. Aber es handelt sich nicht um meine Version der Realität oder die der anderen. Dies ist die einzige Wirklichkeit.“ Annie ergriff endlich meine Hand. „Ich liebe dich. Gemeinsam stehen wir diese verrückte Zeit durch.“



Die Wand zwischen mir und dem Rest der Welt schien unüberwindbar. „Ich war glücklich“, schluchzte ich. „Ich war so glücklich wie niemals zuvor.“




Wir stellten uns an einen freien Tisch. Valentin holte zwei Queues und Kugeln.

Ich lehnte mich an die Bande und legte den Kopf schief. „Und wie funktioniert das jetzt?“

Er riss die Augen auf. „Ernsthaft?“

„Nur eine kleine Auffrischung der Regeln.“

„Wir spielen Pool. 8-Ball. Mit der weißen Kugel musst du die farbigen in die Seitentaschen einlochen. Die mit dem weißen Streifen sind die Halben, die einfarbigen die Vollen. Je nachdem, welche Kugel zuerst versenkt wird, interessieren dich nur die Halben oder die Vollen. Die solltest du vollständig einlochen. Ein Spieler darf so lange weiterspielen, bis er keine Kugel versenken konnte. Du darfst den Anstoß machen.“

„Anstoß?“, wiederholte ich gedehnt.

„Mädchen, du machst mich fertig.“ Er stellte die Kugeln auf. „Du darfst beginnen.“

Ich nahm meinen Queue und legte die linke Hand auf der Bande ab. „Einfach drauf?“

Er nickte.

Das Queue schien mir zu lang für meine Hände. Aber das war sicher, weil ich aus der Übung war. „Bist du mit einer Proberunde einverstanden? Beim zweiten Durchgang spielen wir um den Einsatz.“

„Gerne.“

Ich legte das Queue auf meinem Handrücken ab und beugte mich nach vorne. Der Spielstock rutschte zwischen die Knöchel von Mittel- und Zeigefinger. So konnte ich ihn gut hin und herschieben für meinen ersten Stoß.

Mit einem wiederkehrenden klackernden Geräusch stoben die Kugeln auseinander, ohne in eine Tasche zu fallen.

Als ich aufsah, bemerkte ich sein Augenrollen. „Was?“

„Bin ein wenig enttäuscht.“

Ich trat zur Seite und machte ihm Platz. „Wir sind doch grad erst beim Aufwärmen.“

„Nach deiner Angeberei hatte ich etwas mehr erwartet.“ Er lehnte sich über die Bande, formte eine geschlossene Bockhand und versenkte die gelbe Eins.

„Ein Profi bin ich nicht. Aber gib mir trotzdem eine Chance.“

Er ging an mir vorbei, lochte die nächste Kugel ein. Ich konnte nicht verhindern, einen Blick auf seinen wohlgeformten Hintern zu werfen. Sofort bekam ich ein schlechtes Gewissen. Diese Gedanken waren unangebracht. Als verheiratete Frau sollte ich mir seinen Körper nicht nackt vorstellen. Ich durfte nicht einmal bemerken, ob der beste Freund meines Mannes gut aussah. Valentin war aus den verschiedensten Gründen tabu. Besser ich ignorierte das schnelle Klopfen meines Herzens und die Tatsache, dass ich mich in seiner Gesellschaft wohl fühlte. Mehr als eine Freundschaft kam zwischen uns ohnehin nicht in Frage.


Gegen 14 Uhr stellt euch Saskia ein weiteres Buch vor.



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